SYSTEMATIK DER WERKTYPEN

Die Mocca Art unterscheidet vier methodische Werktypen, wobei Werktyp C in zwei Varianten unterteilt ist: C1 (Mehrfaches Lesen) und C2 (Freie Kombination), die den Grad künstlerischer Kontrolle und die Rolle des Materials im Entstehungsprozess systematisch beschreiben.

Leseflächen – Mokka-Tasse und Unterteller nach dem Fließprozess. Ausgangspunkt aller Werktypen der Mocca Art.

WERKTYP A

Direkt fixiert. Mokka-Absatz fließt autonom.

Die Lesefläche wird zum Werkträger. Die entstandenen Muster werden identifiziert und benannt.

WERKTYP B

Übertragen. Das Gelesene wird malerisch übertragen. Kein Mokka-Absatz im finalen Werk. Leseprotokoll konstitutiv. Die Übertragung ist interpretativ, keine Kopie.

WERKTYP C1

Erweitert, mehrfaches Lesen. Lesung, Übertragung, neuer autonomer Mokka-Absatz, zweites Lesen. Leseprotokoll konstitutiv.

WERKTYP C2

Freie Kombination. Freie Malerei kombiniert mit ritualbasiertem, autonom fließendem Mokka-Absatz. Keine Lesung verpflichtend. Kompositorische Eingriffe beschränken sich auf die räumliche Eingrenzung zwischen gemaltem Element und prozessualem Material. Ein direktes Führen des Materials findet nicht statt – der Fließprozess bleibt innerhalb der gesetzten Grenzen vollständig autonom.

WERKTYP D

Dialogisch geführt. Mokka-Absatz wird mit Werkzeugen geführt. Das Material transformiert die Setzung während der Trocknung. Bei großformatigen Werken kann der Mokka-Absatz in mehreren Schüttungen aufgetragen werden. Die materielle Autonomie bleibt in allen Schüttungen erhalten. Innerhalb eines Werkes können autonome und geführte Elemente kombiniert werden.

Melek Ismail

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